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14.12.2020

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BIG! Stapelfeld e.V. und Das bessere Müllkonzept S-H e.V.

Pressemitteilung

Giftwolke aus der MVA Stapelfeld entwich ohne Abluftfilterung bis in die Hamburger Umgebung

►Baggerarbeiten legte die Stromversorgung lahm

►MVA auf Worst-Case-Störfall nicht vorbereitet

Am 2.12.2020 entwich über mehrere Stunden durch einen unkontrollierten Brand eine Giftwolke aus der Müllverbrennungsanlage Stapelfeld ungefiltert in die Umgebung. Da sich neben Stormarner auch Anwohner aus den Hamburger Stadtteilen Rahlstedt bis nach Bergedorf über den Rauch und den Gestank aus der MVA beschwerten, rückte die Hamburger Feuerwehr mit einem Messfahrzeug aus. Was war die Ursache für die umweltbelastende Giftwolke – was führte zum Ausfall der Heizungsversorgung über 2 volle Tage?

Nach den uns vorliegenden Informationen wurde der unkontrollierte MVA-Brand vom 2.12.2020 durch Baggerarbeiten ausgelöst, bei der die beiden Stromzuleitungen zu der MVA und dem nebenliegenden Kraftwerk gekappt wurden. Damit fiel der gesamte Strom in der Müllverbrennungsanlage mit folgenden Auswirkungen aus:

 

  • Die Verschlussklappen im Brennraum konnten nicht mehr geschlossen werden.
  • Das Schott zwischen Müllbunker und der Abkipphalle war nicht zu verschließen.
  • Der Abfall-Zuführungstrichter erhitzte sich und Gase konnten sich entwickeln.
  • Diese Gase und der Brandrauch konnten nicht über den Schornstein abgeleitet werden – sondern nur über die geöffneten Abluftklappen entweichen.

Die Müllverbrennungsanlage Stapelfeld ist seit ihrem Bau 1979 ohne Notstromaggregat. Bei einem Stromausfall soll das nebenstehende Kraftwerk die Notstromversorgung der MVA übernehmen. Durch die Beschädigung der Stromkabel fielen beide Anlagen zeitgleich aus. Diese fehlende Stromversorgung führte zu einem kompletten Ausfall der MVA-Filteranlage. Durch Ausfall der elektrischen Pumpen war keine Heizungsversorgung für die Umgebung mehr möglich. Weil sich noch Abfall in den Öfen befand, die Rauchgase unkontrolliert über die Dachöffnungen der MVA-Anlage austraten, sowie eine kontrolliertes herunterfahren der Anlage nicht mehr möglich war, wurde die Feuerwehr gerufen um den Abfall zu löschen. Um welche gefährdenden Schadstoffe es sich dabei handelte und in welcher Konzentration bleib bislang unbekannt.

Ein Großeinsatz der Feuerwehren aus Barsbüttel, Braak, Krohnshorst, Langelohe, Papendorf, Siek und Stapelfeld war notwendig, ebenso der Umweltdienst der Hamburger Feuerwehr. Der Brand konnte nicht mit Löschwasser gelöscht werden. Um Schäden der MVA zu vermeiden entschied man, den Brand mit einem Schaumteppich zu ersticken. Die Reparatur der Stromversorgung verzögerte sich, da die Sicherheitssysteme mehrfach ausfielen. Die Müllverbrennungsanlage ist zurzeit außer Betrieb und wird vom TÜV auf weitere Schäden überprüft.

Dieser Störfall zeigte, dass die Sicherheitssysteme der MVA-Stapelfeld nicht ausreichend sind, nicht funktionieren. Auf diesen Worst-Case-Fall – ein kompletter Stromausfall beider Anlagen, sowie das über 2 Tage keine Heizung mehr in Stapelfeld und Umgebung funktionierte, war der chinesische MVA-Betreiber nicht vorbereitet.

Die Umweltbewegung fordert von der zuständigen Überwachungsbehörde, dem Landesumweltamt LLUR, das für die laufenden Genehmigungsverfahren der neugeplanten Abfallverbrennungsanlagen in Stapelfeld verbesserte Sicherungssysteme als Worst-Case-Szenario einzuplanen sind, die derartige Störfälle durch Stromausfall zwingend zum Wohl der Umwelt in den neuen Anlagen ausschließen.

 

V.i.S.d.P.:                                                                                    Stapelfeld 14.12.2020

Im Namen der Vereine:

Gerhard Schack                                                      Klaus Koch

BIG! Stapelfeld e.V.                                                  DAS BESSERE MÜLLKONZEPT S-H e.V.

   
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